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Bass Recording – Ampeg SCR-DI, Booster und neue Saiten

Da ich gerade mit der Produktion eines Rock Albums beschäftigt bin, beschäftige ich mich gerade intensiv mit dem Thema Bass Recording.

Wir wollen den klassischen Punk/Rock Sound eines passiven Fender Basses mit dem Growl und Charakter der klassischen Ampeg Amps. Mein guter, alter Freund Dominik Pfister, seines Zeichens Bassist bei der Schweizer Hardrockband Shakra, war mit mir kürzlich auf der Musikmesse in Frankfurt und wir entdeckten dort den neuen Ampeg SCR-DI, einen Bass Preamp im Bodentreter Format und eben dem legendären Ampeg Sound.

 

Wir waren begeistert von dem guten Sound und dem kompakten Format, und so kaufte ich das Teil einige Monate später.

Da wir ausschließlich passive Bässe verwenden, habe ich noch ein Boost Pedal von Düsenberg davor gehängt, dass ich sonst für Gitarren verwende. Klingt hervorragend!

Ampeg SCR-DI und Duesenberg Gold Boost
Ein Boost Pedal vor einem passiven Bass kann Wunder wirken…

Dann noch neue Saiten auf den Jazz Bass (ich mag die Ernie Ball Hybrid Slinkys) und schon haben wir einen soliden Bass Sound.

Strings! Oben neu unten Alt
Strings! Oben neu unten Alt…

Hier ein Vergleich von den alten Strings zu den neuen:

Alte Saiten:

Neue Saiten:

 

Das ist mit Ultra Lo und Ultra Hi an.

 

Auch mit den Fingern gespielt erzeugen die neuen Saiten viel mehr Klarheit.

Alte Saiten:

Neue Saiten:

 

Hier habe ich Ultra Hi ausgeschaltet, da ich einen weicheren Sound wollte. Man nimmt bei solchen weichen Fingered Lines natürlich noch ein wenig die Knackfrequenzen via EQ heraus, aber wie immer gilt: Wegnehmen geht immer, hinzufügen nur gaaanz schwer. Also: immer neue Saiten drauf, auch wenn ihr einen dunklen Sound wollt.

 

Mit dem SCR-DI Sound bin ich restlos zufrieden. Bisher habe ich immer ein reines D.I. Signal aufgenommen und das dann in IK Multimedias Amplitube SVX bearbeitet. Hier ein Vergleich zu der SVT Classic Simulation von Amplitube mit neuen Saiten:

Amplitube SVX

Klingt auch nicht schlecht, aber jetzt mit dem SCR-DI habe ich diesen Sound direkt beim Recording und muss danach nichts mehr dran machen!

Mir ist allerdings aufgefallen, dass die Amplitube Simulation um einiges mehr Low End hat, wer also auf diese extrem tiefen Subbässe steht, sollte wahrscheinlich immer das Direktsignal über den Thru Out des SCR-DI mit aufnehmen und dann dieses auf einer weiteren Spur als Subbass mitlaufen lassen. Besonders wenn man den Verzerrer (genannt Scrambler) des SCR-DI noch dazuschaltet, ist das eine sehr hilfreiche Technik um die richtig tiefen Frequenzen hervorzuheben. Man kann dann mit Automation darüber entscheiden wann und wieviel man davon haben will.

Jetzt habe ich auf jeden Fall einen tollen Workflow und werde jetzt wohl das ganze Album so aufnehmen.

 

Demnächst werde ich noch einen Post zum Thema verzerrter Bass machen. Die heutigen Soundfiles sind bewusst ganz clean gehalten, damit man die Feinheiten besser heraushört.

Für richtig dreckige Growlbässe muss man ein bisschen mehr basteln, aber wie gesagt; das wird im nächsten Post erläutert.

 

Ich hoffe, das hat euch geholfen und jetzt wünsche ich viel Spaß beim Recorden! 😉

www.sinewing.com

Was braucht man wirklich, um heute hochwertige Musik zu produzieren?

Was braucht man wirklich, um heute hochwertige Musik zu produzieren?

Eigentlich nicht viel. Wo früher große Mischpulte und Racks nötig waren um einen akzeptablen Mix eines größeren Arrangements hinzubekommen, genügt heute eine der vielen hervorragenden Digitalen Audio Workstations (DAW) wie Pro Tools, Logic oder Reaper.

Wer früher einen gut klingenden Synthesizer wollte, musste auf jeden Fall vierstellig in die Tasche greifen. Heute bekommt man flexible, von analogen Synthies kaum noch zu unterscheidende Softwareinstrumente fast geschenkt.

Von Hallgeräten will ich gar nicht anfangen (hallo, Lexicon).

Dann ist da noch das Sampling von ganzen Orchestern, wie es die Vienna Symphonic Library z.B. macht oder gigantische Libraries wie die EastWest Produkte. Auch diese sind gemessen an ihrem Umfang unfassbar günstig in der Anschaffung.

Oder Drums: Nach wie vor ist die Schlagzeugaufnahme im Studio das aufwändigste und teuerste der üblichen Bandinstrumente. Doch heute gibt es Plugins wie Toontracks Superior Drummer oder XLN Addictive Drums, die mit wenigen Mausklicks einen überzeugenden, realistischen Drumsound erzeugen. Natürlich wollen die meisten Drummer ihr eigenes Kit und ihre Performance auf der Aufnahme haben, aber es gibt immer mehr Möglichkeiten, die Kosten im Studio zu reduzieren. Z.B. kann man ein echtes Drumkit nur mit Overheads oder sogar nur die Becken mit einem einfachen Stereopaar aufnehmen und den Rest via Softwareinstrument ersetzen.

All diese tollen Möglichkeiten, die man auch mit wenig Budget zur Verfügung hat, bringen natürlich nichts, wenn man nicht weiß wie damit umgehen.

Daher gilt heute mehr denn je: Können schlägt Kapital.

Hier ist was du wirklich brauchst, wenn du frisch in die Welt des Homerecording startest: Einen halbwegs anständigen PC (ich empfehle ein Macbook), eine solide Abhöre (am besten Studiomonitore, nach wie vor nicht durch billige HiFi Boxen zu ersetzen) und je nach Genre entweder ein MIDI Eingabe Gerät wie ein Keyboard/Launchpad oder ein anständiges Mikro mit Audiointerface (bekommt man zusammen für unter 300€).

Aber viel wichtiger als das: eine Menge guter Ideen und Werkzeuge, um daraus Songs zu bauen. Und natürlich solltest du die Grundlagen der Tontechnik und Musiktheorie lernen, um frustrierende Erlebnisse zu vermeiden und selbst Probleme lösen zu können.

Die SineWing Academy kann dir genau dieses Know-How vermitteln und gezielt deine Fragen beantworten. Ich mache nur Einzelkurse, die auf dich individuell zugeschnitten sind. So lernst du nur, was du wirklich brauchst.

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Auf bald und frohes Basteln,

Tobias